21. August 2026

Jahrestag Polizistenmord im Saarland

Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) gedenkt ermordetem Polizisten Simon Bohr

Ein Jahr ist vergangen, seit der saarländische Poli zist Simon Bohr am 21. August 2025 in Ausübung seines Dienstes auf brutale Weise ermordet wurde. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) gedenkt ihres Kollegen mit einem 24-Stunden-Spendenlauf zugunsten der DPolG-Stiftung, die sich für im Dienst verletzte und traumatisierte Kolleginnen und Kollegen einsetzt.

Ein Jahr nach dem Mord an dem Polizisten Simon Bohr gedenkt die Deutsche Polizeige werkschaft (DPolG) ihrem saarländischen Kollegen. Bundesweit hatte der Fall für Entset zen und große Anteilnahme gesorgt, genau wie das Urteil, welches das Landgericht Saar brücken im April dieses Jahres fällte. Das Gericht hatte den Täter lediglich wegen beson ders schweren Raubes nach Jugendstrafrecht verurteilt und ihn aufgrund seiner wohl schizophrenen Erkrankung des Mordes freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte da raufhin Rechtsmittel eingelegt. 

„Mit Simon haben wir einen Kollegen, einen Freund und ein Vorbild verloren. Einen Men schen, der stets für seine Kolleginnen und Kollegen da war und leidenschaftlich seinen Dienst für die Menschen in unserem Land geleistet hat. Sein Tod hat eine Lücke hinter lassen, die nicht zu schließen ist“, erklärt Markus Sehn, Landesvorsitzender der DPolG Saarland und stellvertretender DPolG-Bundesvorsitzender. „Simon ist zwar nicht mehr aus dem Dienst nach Hause gekommen, aber er bleibt für immer im Herzen seiner Fa milie, seinen Freunden und Kolleginnen und Kollegen.“ 

Der erste Jahrestag des tödlichen Angriffs auf Simon Bohr sei für viele Polizeibeamte ein emotional schwerer Tag. Die psychischen Folgen des brutalen Angriffs auf ihren Kollegen seien in diesen Tagen besonders spürbar. „Eine solche einschneidende Einsatzsituation und der Verlust eines Kollegen hinterlässt tiefe Narben“, so Markus Sehn weiter. „Simon bleibt für immer einer von uns.“ 

Die DPolG Saarland hat anlässlich des Todestags von Simon Bohr am 20. und 21. August einen 24-Stunden-Spendenlauf im Warndtstadion Völklingen-Ludweiler organisiert. Die Spenden gehen zugunsten der DPolG Stiftung, die sich für im Dienst verletzte und trau matisierte Einsatzkräfte einsetzt. 

Auch der DPolG-Bundesvorsitzende Heiko Teggatz ist anlässlich dieses traurigen Jah restags ins Saarland gereist und hat die Gedenkveranstaltungen begleitet. „Gerade an einem solchen Tag zeigt sich, was Polizeifamilie bedeutet. Wir sind füreinander da und halten zusammen. Heute und an jedem anderen Tag möchten wir daran erinnern: Hinter jeder Uniform steht ein Mensch mit Familie, Freunden, Träumen und Hoffnung“, erklärt Heiko Teggatz. 

Gewalt gegen Einsatzkräfte dürfe niemals als schlichtes Berufsrisiko akzeptiert werden. „Jeden Tag setzen sich Menschen in Uniform für die Sicherheit in unserem Land ein und riskieren dabei ihr Leben und ihre Gesundheit“, mahnt der DPolG-Bundesvorsitzende. 

Gewalt gegen Einsatzkräfte zu verhindern, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Respekt und Anerkennung für diejenigen, die anderen helfen und Verantwortung für den Staat und die Gesellschaft übernehmen, müssten wieder stärker eingefordert und vermit telt werden.