10. Februar 2026

Pressemitteilung 3/26

DPolG Saarland fordert entschlossenes Angebot: „7 Prozent, mindestens 300 Euro – alles andere ist respektlos“

Am heutigen 10. Februar hat sich die DPolG Saarland an dem landesweiten Streik und der Kundgebung des dbb beteiligt und den Druck in den laufenden Tarifver-handlungen für den öffentlichen Dienst deutlich erhöht. Zahlreiche Beschäftigte folgten dem Aufruf, um ihrem Unmut über die bislang ergebnislosen Verhandlun-gen Ausdruck zu verleihen.

Der Landesvorsitzende der DPolG Saarland, Markus Sehn, kritisierte in seiner Rede scharf, dass auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein abschlussfähiges Angebot vorgelegt wurde:

„Das ist nicht nur enttäuschend – das ist eine Unverschämtheit und ein Schlag ins Gesicht all der Beschäftigten, die diesen Staat tagtäglich am Laufen halten.“

Besonders hob Sehn die Bedeutung der Tarifbeschäftigten bei der Polizei hervor. Ohne sie – von der Sachbearbeitung über IT und Fahrzeugwartung bis hin zu Sicherheitsaufgaben – sei ein funktionierender Polizeibetrieb nicht denkbar. Wertschätzung dürfe sich nicht auf Sonntagsreden beschränken, sondern müsse sich „ganz konkret auf dem Gehaltszettel zeigen“.

Die Forderung der Gewerkschaften sei dabei klar und angemessen: 7 Prozent, mindestens 300 Euro. Dies sei keine überzogene Forderung, sondern eine notwendige Investition in einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst, in Sicherheit und in die Zukunft des Landes.

Darüber hinaus mahnte Sehn auch im Beamtenbereich dringenden Handlungsbedarf an. Eine nicht amtsangemessene Alimentation sei verfassungswidrig und dürfe von der Landesregierung nicht länger ignoriert werden.

„Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Wer die Besten will, muss auch die besten Bedingungen bieten“, so Sehn abschließend. Die heutige Kundgebung sei ein deutliches Zeichen an Arbeitgeber und Politik, dass die Beschäftigten nicht bereit seien, weiteren Stillstand hinzunehmen.