28. September 2026

Pressemitteilung 33/26

Auch das Saarland sollte Berliner Polizistinnen und Polizisten aktiv ansprechen

Sehn: „Das Saarland muss im Wettbewerb um erfahrene Polizeikräfte jetzt schnell handeln.“

Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin und der anschließenden Diskussion über die künftige Ausrichtung der dortigen Sicherheitspolitik spricht sich die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Saarland dafür aus, wechselbereiten Berliner Polizistinnen und Polizisten unbürokratisch im Saarland eine berufliche Perspektive anzubieten.

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September wurde Die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. Die DPolG Berlin hat anschließend öffentlich vor möglichen Einschränkungen polizeilicher Befugnisse und dem Abbau bewährter polizeilicher Instrumente gewarnt.

Medienberichten zufolge hat Baden-Württemberg inzwischen signalisiert, Berliner Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, die einen Länderwechsel erwägen, eine Perspektive bieten zu wollen. Aus Sicht der DPolG Saarland sollte auch das Saarland diese Möglichkeit aufgreifen.

„Wenn gut ausgebildete und erfahrene Kolleginnen und Kollegen über einen Länderwechsel nachdenken, sollte das Saarland ihnen ganz klar sagen: Ihr seid bei uns willkommen“, erklärt der Landesvorsitzende der DPolG Saarland und stellvertretende DPolG-Bundesvorsitzende Markus Sehn.

Das Saarland stehe wie alle Polizeien im Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchs- und Fachkräfte. Neben der eigenen Nachwuchsgewinnung könne deshalb auch die gezielte Ansprache bereits ausgebildeter Polizeibeamtinnen und Polizeibeamter ein zusätzlicher Baustein der Personalgewinnung sein.

„Das Saarland darf im Wettbewerb um erfahrene Polizeikräfte jetzt schnell handeln. Wer bereits über jahrelange Berufserfahrung verfügt und sich beruflich verändern möchte, bringt einen enormen Wert für unsere Polizei mit. Um solche Kolleginnen und Kollegen sollten wir uns aktiv bemühen“, so Sehn.

Die DPolG Saarland spricht sich deshalb dafür aus, dass das saarländische Innenministerium prüft, wie Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte aus Berlin und anderen Bundesländern gezielt über Wechselmöglichkeiten zur Polizei des Saarlandes informiert werden können. Dazu gehören aus Sicht der DPolG transparente Ansprechpartner, möglichst unkomplizierte Übernahmeverfahren sowie klare Informationen über Laufbahn, Verwendungsmöglichkeiten und die Anerkennung bisheriger Berufserfahrung.

Sehn betont zugleich, dass es dabei nicht um ein aktives Abwerben unter den Polizeien gehe:

„Unsere Kolleginnen und Kollegen in Berlin leisten unter enormen Belastungen hervorragende Arbeit. Wenn sich aber jemand persönlich oder beruflich neu orientieren möchte, sollten wir diesen Menschen Perspektiven im Saarland aufzeigen.
Wir brauchen eine starke Polizei und dafür brauchen wir Menschen, die diesen Beruf mit Erfahrung und Überzeugung ausüben. Wer sich für einen Wechsel ins Saarland interessiert, sollte hier offene Türen vorfinden“, so Sehn abschließend.