Pressemitteilung 8/26
PKS 2025: Stabile Sicherheitslage – aber deutliche Warnsignale bei Einbruch und Gewalt
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Saarland bewertet die heute vorgestellte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 als Beleg für eine insgesamt stabile Sicherheitslage – sieht jedoch gleichzeitig deutliche Herausforderungen für die Polizei im Land.
Besonders besorgniserregend ist der massive Anstieg der Wohnungseinbrüche um rund 40 Prozent sowie die weiterhin steigende Gewalt gegen Einsatzkräfte.
„Die Zahlen zeigen: Unsere Polizei arbeitet erfolgreich – aber am Limit“. Der Landesvorsitzende der DPolG Saarland, Markus Sehn, erklärt: „Die hohe Aufklärungsquote von über 62 Prozent ist ein starkes Zeichen für die Leistungsfähigkeit unserer Kolleginnen und Kollegen.“ Gleichzeitig dürfe dieser Erfolg nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Rahmenbedingungen spürbar verschärfen.
„Die Kriminalität bleibt zwar insgesamt stabil, aber sie verändert sich. Mehr Einbrüche, mehr Cybercrime, mehr Gewalt – das stellt die Polizei vor immer komplexere Herausforderungen.“
Einbruchszahlen als klares Warnsignal
Den deutlichen Anstieg bei Wohnungseinbrüchen bewertet die DPolG als ernstzunehmendes Signal:
„Ein Wohnungseinbruch ist kein Bagatelldelikt. Für die Betroffenen bedeutet das einen massiven Eingriff in ihre Privatsphäre. Dass wir hier wieder steigende Zahlen sehen, muss die Politik alarmieren.“
Die DPolG fordert deshalb eine konsequente Stärkung von Prävention und Ermittlungsarbeit in diesem Deliktsbereich.
Gewalt gegen Einsatzkräfte: Entwicklung bleibt besorgniserregend
Mit Blick auf die gestiegenen Zahlen tätlicher Angriffe auf Einsatzkräfte findet Sehn deutliche Worte:
„Jeder Angriff auf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte ist ein Angriff auf unseren Rechtsstaat. Die steigenden Zahlen zeigen, dass wir hier noch lange nicht am Ziel sind.“
Die DPolG sieht hier weiterhin politischen Handlungsbedarf – insbesondere im Bereich Abschreckung, Ausstattung und konsequenter Strafverfolgung.
Moderne Kriminalität erfordert moderne Polizei
Auch der Anstieg im Bereich Cybercrime und Jugendkriminalität zeigt aus Sicht der Polizeigewerkschaft, dass sich die Kriminalität zunehmend verändert.
„Die Polizei muss Schritt halten können – personell, technisch und organisatorisch. Digitalisierung, moderne Ausstattung und ausreichend Personal sind keine Luxusforderungen, sondern zwingende Voraussetzungen für effektive Polizeiarbeit.“
Trotz der positiven Entwicklung bei der Aufklärungsquote mahnt die DPolG zur realistischen Einordnung: „Unsere Kolleginnen und Kollegen liefern – und zwar auf hohem Niveau. Aber sie tun das vielerorts an der Belastungsgrenze und darüber hinaus. Wer dauerhaft Sicherheit gewährleisten will, muss jetzt investieren.“