Pressemitteilung 1/26
Investitionen in die Sicherheit der Polizei: Guter Start ins Jahr 2026
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Saarland begrüßt ausdrücklich die zu Jahresbeginn 2026 gestarteten Investitionen des saarländischen Innenministeriums in die Sicherheit und Ausstattung der Polizei. Sie sind ein wichtiges und richtiges Signal an die Kolleginnen und Kollegen im täglichen Einsatzdienst und markieren einen guten Start in das neue Jahr.
Besonders positiv bewertet die DPolG Saarland die Einführung von Tourniquets für die saarländische Polizei. Damit wird eine langjährige und wiederholt vorgetragene Forderung der DPolG umgesetzt. Tourniquets können im Ernstfall lebensrettend sein – für Polizeibeamtinnen und -beamte und für Bürgerinnen und Bürger.
„Die Umsetzung unserer Forderung nach der Einführung von Tourniquets ist ein bedeutender Schritt hin zu mehr Eigensicherung und professioneller Einsatzbewältigung. Hier gebührt dem Innenministerium und insbesondere dem Innenminister Anerkennung“, erklärt der Landesvorsitzende der DPolG Saarland, Markus Sehn.
Gleichzeitig stellt die DPolG Saarland klar, dass mit der bloßen Beschaffung der Ausrüstung der Prozess nicht abgeschlossen sein darf. Der sach- und fachgerechte Umgang mit Tourniquets erfordert verbindliche, regelmäßige und qualitativ hochwertige Schulungen. Zwar sind entsprechende Maßnahmen geplant, konkrete Informationen zur Umsetzung, zum zeitlichen Rahmen und zur Einbindung des Personals – insbesondere des Wach- und Streifendienstes – stehen jedoch noch aus. Angesichts der angespannten Personalsituation wird die Durchführung dieser Schulungen eine zusätzliche Herausforderung darstellen.
Auch die Einführung von Positionsleuchten stellt aus Sicht der DPolG Saarland eine deutliche Verbesserung dar. Sie optimiert die Führung von Einsatzkräften im Raum erheblich und erhöht Übersichtlichkeit sowie Sicherheit bei komplexen Einsatzlagen, insbesondere bei Dunkelheit oder unübersichtlichen Einsatzorten.
Im Bereich der Funk- und Kommunikationstechnik hält die DPolG Saarland die persönliche Ausstattung mit Sprechgarnituren und In-Ear-Kopfhörern für absolut empfehlenswert und zeitgemäß. Sie verbessert sowohl die Kommunikation als auch die Eigensicherung und Konzentration der Einsatzkräfte.
So wichtig und richtig diese Investitionen auch sind, dürfen sie aus Sicht der DPolG Saarland nur den Anfang darstellen. Weiterhin besteht erheblicher Handlungsbedarf – insbesondere beim Personal, bei der amtsangemessenen Besoldung sowie in weiteren Bereichen der polizeilichen Ausstattung.
„Moderne Ausrüstung ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung – sie ersetzt aber kein fehlendes Personal und keine faire Bezahlung“, betont Markus Sehn abschließend.
Die DPolG Saarland wird diesen Prozess weiterhin konstruktiv begleiten und erwartet, dass die begonnenen Schritte konsequent fortgeführt werden – im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung und der Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen im Polizeidienst.